Obstgärten, Keramik und ein Sanktuarium

Route Neun · 17,3 km

Obstgärten, Keramik und ein Sanktuarium

Durch Weizenfelder und Obstgärten, auf der Entdeckung verborgener Schätze der ferraresischen Landschaft.

Die Route

Start und Ziel in Lama di Valle Rosa

Die Route führt durch die offene ferraresische Landschaft, entlang von Weizenfeldern und Obstgärten, mit vielen alten Bauernhäusern und Scheunen im Grünen. Eine flache, entspannte Fahrt mit zwei unverzichtbaren Stops: dem Sanktuarium Madonna del Poggetto, einem der ältesten Wallfahrtsorte des Ferraresen, und der Werkstatt von Franco Mazza, wo die Este-Tradition der Kratzkeramik noch lebt.

Distanz
17,3 km
Dauer
~30 Min. (ohne Stops)
Schwierigkeit
Leicht
Untergrund
Asphalt
  1. 1

    Via Sgarbata → Via Pandolfina → Via dell'Olmo

    ~4 km

    Vom Agriturismo links abbiegen auf Via Sgarbata, bis links Via Pandolfina erscheint (Schild S. Egidio). Weiterfahren bis Via dell'Olmo (Schild Beata Vergine del Poggetto) und links abbiegen. Via dell'Olmo folgt dem alten Cavo Ducale, einem Deich, den Herzog Ercole I. d'Este errichten ließ, um die Überschwemmungen von Po und seinem Nebenfluss Reno zu bändigen — man bemerkt, dass er höher liegt als das umliegende Land.

  2. 2

    Sanktuarium Madonna del Poggetto

    Um das Sanktuarium zu besuchen, die Route verlassen und links in die umgebende Stille einbiegen. Der Park ringsherum ist ein beliebter Sonntagspicknickplatz der Einheimischen, die hier auch Bac e Pandon spielen — ein dem Baseball ähnliches Spiel mit einer Keule (bac) und einem Holzstück (pandon). Das Sanktuarium ist sehr alt. Der Überlieferung nach befestigten Bewohner dieser damals waldreichen und sumpfigen Gegend vor dem Jahr 1000 ein Madonnenbild — wohl aus Terrakotta — an einer großen Eiche. Ende des 13. Jahrhunderts existierte bereits eine Kapelle namens Capitello del Podio; Ende des 15. Jahrhunderts war ein Oratorium namens Podioleto erbaut worden. 1554 wurde das Madonnenbild so gemalt, wie wir es heute sehen, mit dem Kind auf dem Arm — ein Werk, das im 19. Jahrhundert Sebastiano Filippi, genannt il Bastianino, zugeschrieben wurde, der zu jener Zeit in Ferrara tätig war. Im Laufe der Jahrhunderte wurden der Madonna Wunderheilungen zugeschrieben, was ihr die Krönung am 15. September 1901 einbrachte: die goldenen Kronen und Edelsteine, die damals auf den Häuptern der Madonna und des Jesuskindes angebracht wurden, sind im Bild deutlich zu sehen. Sie wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs wundersam vor den Flammen gerettet und in der Pfarrkirche S. Egidio aufbewahrt, bis sie in das heutige Sanktuarium zurückkehrte.

  3. 3

    Via Bassa — Werkstatt Franco Mazza (Via Bassa 182, S. Egidio)

    Entlang der Via Bassa verläuft die Route am rechten Ufer des Po di Primaro, einem alten Hauptarm des großen Flusses, der zwischen Häusern und Feldern nur stellenweise sichtbar ist. Rechts, bei Hausnummer 182, eingebettet in den grünen Park eines Bauernhofs, findet man die Werkstatt und den Verkaufsraum von Franco Mazza. Hier kann man live die Herstellung der prachtvollen gelb-grünen ferraresischen Keramiken erleben, die einst die Tische der Este schmückten. Für Gruppen ab 6 Personen und nach Voranmeldung erzählen Herr und Frau Mazza die Geschichte und Symbolik dieser historischen Produktion.

  4. 4

    Pfarrkirche San Egidio

    Weiter auf Via Bassa durch den Ort S. Egidio, vorbei an der Pfarrkirche mit ihrer schönen romanischen Fassade aus dem 17. Jahrhundert. Am 1. September wird der Schutzpatron gefeiert — ein Dorfmarkt findet statt und die Kirche ist für Besucher geöffnet.

  5. 5

    Rückweg — Via Pandolfina → Via Sgarbata

    Abkürzung zurück: nach dem Friedhof auf der linken Seite ein Wegdenkmal mit Madonnenbild suchen — gegenüber beginnt die Via Pandolfina (rechts abbiegen). Dieser bis zur Via Sgarbata folgen (rechts am Stoppschild abbiegen), die direkt zum Agriturismo führt.

← Zurück zum Radtourismus

Buchen Sie Ihren Radurlaub

Fahrräder stehen unseren Gästen kostenlos zur Verfügung, je nach Verfügbarkeit.

Kontakt aufnehmen